Navigation und Service


Dr. Simone Lechthaler

2. Preis des Jahres 2022

Microplastics in the Environment – Development of a Sample Preparation Method with Further Application and Evaluation in Fluvial and Marine Compartments

Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft , RWTH Aachen University


© Simone Lechthaler Dr. Simone Lechthaler (2. Preis): "Microplastics in the Environment – Development of a Sample Preparation Method with Further Application and Evaluation in Fluvial and Marine Compartments", Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft , RWTH Aachen University
Copyright: Simone Lechthaler

In ihrer zum Wettbewerb eingereichten Dissertation „Microplastics in the Environment – Development of a Sample Preparation Method with Further Application and Evaluation in Fluvial and Marine Compartments“ untersuchte Frau Dr. Lechthaler in einem sehr innovativen und experimentellen Forschungsansatz das Vorkommen von Mikro- und Makroplastik in marinen Wasseroberflächen und Sedimenten im Atlantik sowie in fluvialen Sedimenten eines regionalen Fließgewässers.

Kurzdarstellung der Forschungsarbeit:

Kunststoffe können über verschiedene Wege in die Umwelt eingetragen, dort transportiert und abgelagert werden. Sie variieren hinsichtlich des Polymers, der Dichte, der Farbe, der Form und der Größe. Gelangt Makroplastik in die Umwelt, kann es sich dort durch verschiedene Umwelteinflüsse zu Mikroplastik zersetzen. Dieser Eintrag ist durch menschliches Handeln bedingt. Aufgrund der Langlebigkeit des Materials reichern sich Kunststoffe in der Umwelt auf Wasseroberflächen sowie in Böden und Sedimenten kontinuierlich an, weshalb diese Bereiche als temporäre Senken betrachtet werden. Die finale Senke stellt der Meeresboden dar.

Um die Komplexität von Kunststoffen in der Umwelt nachvollziehen zu können, wurde in der vorliegenden Dissertation erstmalig das Source-Pathway-Receptor-Modell angewandt, das Eintragspfade, Transportwege sowie Senken von Makro- und Mikroplastik in der Umwelt ganzheitlich betrachtet und definiert und somit eine umfassende Grundlage für die darauf aufbauenden Forschungsarbeiten liefert

Zur Detektion des Mikroplastiks in Umweltproben ist eine Aufbereitung notwendig. Bisherige Verfahren sind jedoch zeitintensiv und verwenden umweltschädliche Separationsmedien. Auch ist ihre Effizienz oft begrenzt. In dieser Arbeit wurde ein umweltfreundliches, effizientes, kostengünstiges und vor allem dichteunabhängiges Verfahren mit Rapsöl entwickelt und validiert. Anschließend wurde diese Methode an marinen und fluvialen Proben erfolgreich angewandt, sodass das Wissen über die Mikroplastikbelastung in diesen Umweltkompartimenten verbessert wurde.


Servicemenü