Navigation und Service


Keynote - Geoverbund ABC/J - Sommerfest 2022

Keynote: “Natural Hazards, Catastrophe Modelling and Geosciences: new Tools and new Challenges”, Assoz. Prof. Dr. Ioannis Papanikolaou

© Ioannis PapanikolaouCopyright: © Ioannis Papanikolaou

Asc. Prof. Dr. Ioannis Papanikolaou (Griechenland) erwab sein Diplom in Geologie an der Universität Athen und promovierte über Erdbebengeologie und seismische Gefahren am University College, London (UCL), UK. Er war Themenverantwortlicher für Naturkatastrophenrisiken der Interessengruppe Versicherung und Rückversicherung bei der EIOPA (Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung) und Leiter der internationalen Schwerpunktgruppe "Erdbebengeologie und seismische Gefahren (EGSHaz)" des INQUA. Er hat 60 Veröffentlichungen in Zeitschriften des Citation Index, >1000 Zitate und h-Index 20. Er engagiert sich in der Forschung, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit Naturgefahren. Derzeit ist er außerordentlicher Professor für Strukturgeologie, Geoumwelt und Naturkatastrophen und Leiter des Mineralogie-Geologie-Labors am Fachbereich für natürliche Ressourcen und Agrartechnik an der Landwirtschaftlichen Universität Athen. Weitere Informationen zu Dr. Ioannis Papanikolaou finden Sie hier.

Wir freuen uns sehr, Assoz. Prof. Dr. Ioannis Papanikolaou anlässlich des Sommerfestes als Keynote Speaker begrüßen zu dürfen und seinen Vortrag über Naturgefahren, Katastrophenmodellierung und Geowissenschaften: neue Instrumente und neue Herausforderungen in Englisch zu hören.

Keynote-Kurzfassung:

Nach Angaben des UN Office for Disaster Risk Reduction (UNISDR) ereigneten sich zwischen 1970 und 2000 durchschnittlich 90 bis 100 Katastrophen mittleren und großen Ausmaßes pro Jahr. Zwischen 2001 und 2020 stieg die Zahl der Katastrophen auf 350 bis 500 und wird bis 2030 voraussichtlich 560 pro Jahr erreichen. Infolgedessen sind die wirtschaftlichen Verluste im Zusammenhang mit Katastrophen "außer Kontrolle" und werden weiter ansteigen, wenn das Katastrophenrisikomanagement nicht zu einem zentralen Bestandteil der Investitionsstrategien von Unternehmen wird.

Die Fragen werden sich auf Folgendes konzentrieren:
• Wie wurden natürliche Prozesse zu Katastrophen?
• Katastrophenrisiko und Solvabilität II - was bedeutet die neue europäische Verordnung?
• Was ist mit Standardformeln, internen Katastrophenmodellen und deren Komponenten?
• Was verlangt die Versicherungswirtschaft von Wissenschaftlern und Forschern?
• Wie effektiv sind unsere neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Versicherungswirtschaft umgesetzt worden?
• Wer beaufsichtigt die Modelle?
• Was sind die Herausforderungen bei der Bewertung von Ereignissen mit hohem Schweregrad und geringer Wahrscheinlichkeit?
• Welche Rolle spielen geologische Daten, wenn es darum geht, die Geschichte der Beobachtungen in die Vergangenheit zu verlängern?
• Deterministisch-szenariobasierte vs. probabilistische seismische Gefährdungsbeurteilung
• Zeitunabhängige vs. zeitabhängig-probabilistische seismische Gefährdungsbeurteilung

Dabei wird der Vortrag versuchen, den Schwerpunkt auf Folgendes zu legen:
1. die Bedeutung der Anwendung innovativer, multidisziplinärer Ansätze für die Bewertung von Naturgefahren und
2. die Bedeutung etablierter (LiDAR, InSAR) und neuer Instrumente (z. B. UAV-Photogrammetrie) für die Erreichung einer hohen räumlichen und zeitlichen Auflösung.


Servicemenü